Allgemeines

20150911 unimz verbraucherjournalismus-4332Das Leben wird immer komplexer, Märkte verändern sich schnell, Leser haben viele Fragen. Sie suchen Rat und Orientierung in TV, Radio, online sowie in den Print-Medien. Vor allen im Internet sehen sie sich einem riesigen Angebot gegenüber, aus dem sie die gewünschten Informationen herausfiltern können. Das Problem dabei ist jedoch: Viele dieser vermeintlichen Tipps, Lebenshilfen, Produkt- und Dienstleistungsrankings sind alles andere als sachkundig und unabhängig. Sie werden von Verbänden und Unternehmen bewusst gestreut, mit dem Ziel, die eigenen Interessen durchzusetzen oder die eigenen Produkte erfolgreich an Leser und Nutzer zu bringen.

Guter Ratgeber-Journalismus ist daher heute wichtiger denn je. Journalisten stehen immer öfter vor der anspruchsvollen Aufgabe, kompetent und vor allem unabhängig Hilfestellung in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu geben – von Zahngesundheit bis zur Umschuldung von Immobilienkrediten. Sie werden zum Berater, der seine Leser kompetent unterstützt. Die Zukunft des Journalismus liegt damit zu einem großen Teil im Verbraucherjournalismus. In der Ausbildung vieler Journalisten wird dieser Bereich aber meist ausgeblendet. Und das klassische journalistische Rüstzeug reicht oft nicht aus, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Weiterbildung im Verbraucherjournalismus tut also Not, wenn Volontäre und Redakteure künftig ihren Hörern, Zuschauern, Leser und Usern in Fragen des täglichen Lebens wertvolle Unterstützung leisten möchten.